Brandbekämpfung bei PV-Anlagen

Derzeit gibt es viele Diskussionen zur Löschbarkeit von PV-Anlagen. In Presseartikeln wird berichtet, dass PV-Generatoren nicht löschbar wären und die Feuerwehr Häuser im Brandfall abbrennen lassen würde. Von PV-Anlagen würde eine besonders hohe Gefahr im Falle eines Brandes ausgehen.

Was ist das Problem?

Wenn Licht auf die Solarmodule fällt, sind diese elektrisch aktiv. Die üblichen Spannungen von PV-Anlagen sind größer als 120 V. Die Anlage und die Gleichspannungsleitungen führen hohe Spannungen, auch wenn die Netzseite abgeschaltet ist.
Für Einsatzkräfte der Feuerwehr bedeutet dies, dass die PV-Anlage als Energiequelle nicht komplett abschaltbar ist. Solange die Anlage und die Gleichspannungsleitungen unbeschädigt sind, ist dies auch unkritisch.
Im Brandfall kann die Sicherheit von PV-Anlagen, durch Schäden an der Isolation, beeinträchtigt werden. Durch die Beschädigung spannungsführender DC-Kabel kann die Gefahr eines elektrischen Schlages entstehen, was eine zusätzliche Gefahr für Feuerwehr- Einsatzkräfte bedeutet.

Kann die Feuerwehr Gebäude mit einer PV-Anlage löschen?

Bis die Freischaltung einer PV-Anlage durch eine Elektrofachkraft vorgenommen wird, können Feuerwehr-Einsatzkräfte entsprechend VDE 0132 (Brandbekämpfung und Hilfeleistung im Bereich elektrischer Anlagen) vorgehen.

Konkret bedeutet dies:

- dass die Einsatzkräfte einen Mindestabstand von einem Meter zu spannungsführenden Teilen einhalten müssen (wie z.B. beschädigte Leitungen oder Anlagenteilen)

- dass die Feuerwehr unter Einhaltung der Mindestabstände mit Wasser löschen kann. Die Mindestabstände sind1 bzw. 5m, je nach verwendeter Strahlrohrart.

Somit ist das Löschen von Bränden in Gebäuden mit PV-Anlagen generell möglich.
Die Aussage, man müsse kontrolliert abbrennen, ist falsch.

Quelle: www.sma.de

Beachten Sie bitte auch folgende Veröffentlichung:

Datei "Kundeninformation Brand und PV.pdf"

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